PLANAI CLASSIC 2012


Ein 140 km Nacht-Parcour und 10 Sonderprüfungen waren vom 04.01.2012 – 05.01.2012 für die Teilnehmer unter den Blicken der begeisterten Zuschauer zu absolvieren!

Einige der schönsten Oldtimer der Automobilgeschichte und die Skichampions aus vergangenen Jahren sowie Legenden aus Sport und Film trafen vom 04.01.2012 bis 05.01.2012 hier aufeinander und sorgten für spannende Bewerbe in den Disziplinen Motorsport und Skisport.

Am Start waren Fahrzeuge der Epochen I, II und III zu bewundern.

Jedenfalls bedauerlich für jeden Mercedes-Enthusiasten war die Tatsache, dass es bloß einen einzigen Stern im Starterfeld gab. Das war der 230SL aus dem Jahr 1964 von Karsten Wohlenberg.

Das Starterfeld war ebenfalls – wie jedes Jahr – prominent besetzt.

Rudi Rubinek, der als des Kaisers Robert Heinrich I. bekannte Obersthofmeister Seyffenstein und Hauptautor der Serie “Wir sind Kaiser” trat in einem Porsche 911T an.

Aus Schweden angereist kam mit fast 70 Jahren Björn Waldegaard. Der seit über 40 Jahren im Rallyesport erfolgreiche Welt- und Europameister und oftmaliger Sieger im Rallysport war in einem Porsche 911S mit 300 PS am Start.

Der finnische “Rallyprofessor” Rauno Aaltonen, mehrfacher Sieger nationaler und internationaler Rallymeisterschaften trat mit seinem bevorzugten Fahrzeug an, einem Mini Cooper S. Rauno Aaltonen war einer der erfolgreichsten Rallye-Piloten der 1960er-Jahre, legendär sind seine Siege mit dem Mini Cooper.


Vor dem Qualifying im Parc Fermé  auf der Trabrennbahn in Gröbming


Ja, es ist Winter!


Nur die Harten kommen durch!

Johann Kofler/Gery Hofer, Sunbeam Super Sports, Baujahr 1930, 3000 ccm, 120 PS


Der kommt aus dem Norden, der kann das!

Ulrich Clauss/Timo Clauss auf Volvo P544, Baujahr 1961, 1800 ccm, 125 PS,


Ein Porsche 356 SC, Baujahr 1963, 1700 ccm, 100 PS,

am Steuer Gerd Bühler mit Beifahrer Karl Schäfer


Der einzige Stern! Ein 230SL, Baujahr 1964, 2800 ccm, 200 PS,

Dr. Karsten Wohlenberg, 3.  der Ennstal-Classic 2011, mit Navigator Mike Höll


Einer der Stärksten im Feld, ein Porsche 914/6, Baujahr 1969, 2800 ccm, 230 PS,

gefahren vom Team Pius Weckerle/Werner Gassner


Der Beginn der Veranstaltung wurde durch das Qualifying auf der Trabrennbahn in Gröbming eingeläutet. Hier mussten die 42 Teams nach einigen Trainigsrunden eine Zeit vorgeben und diese im darauf folgenden Wertungslauf möglichst ohne Abweichung erreichen.


Christian Baier/Margot Baier, 4. der Ennstal Classic 2011

auf einem Lea Francis P-Type, Baujahr 1927, 1500 ccm, 40 PS


Bernhard Ehm/Petra Ehm auf einem Lagonda Rapier, Baujahr 1936, 1500 ccm, 70 PS


Hermann Schwarz/Klaus Hauer mit dem ältesten Käfer im Feld, Baujahr 1957, 1584 ccm, 60 PS

Wolfgang Stegemann/Barbara Stegemann, 5. der Ennstal Classic 2011

Alfa Romeo Giulia Sprint, Baujahr 1963, 1600 ccm, 92 PS


Ralf Klaus/Lothar Dierßen mit einem Austin Healey 3000 MKIII, Baujahr 1965, 2912 ccm, 200 PS

Björn Waldegaard/Hans Sylvan auf Porsche 911 S, Baujahr 1969, 2195 ccm, 300 PS


Fährt der mit oder ist der bloß auf Schiurlaub?

Rudolf und Michael Kefeder mit einem Käfer Baujahr 1966, 1300 ccm, 40 PS


Bernd Wendl/Alexandra Schörghuber auf Volvo Amazon P122S, Baujahr 1968, 1954 ccm, 101 PS


Ernst Harrach/Wolfgang Artacker auf einem VW Käfer 1302S, Baujahr 1070, 1584 ccm, 150 PS

Harrach zeigte schon beim Warm-up, dass er nicht zum Rehe füttern gekommen ist.


Robert Stürzer/Alfred Huber auf Volvo Amazon P122 S, Baujahr 1970, 1954 ccm, 100 PS


Michael Münzenmaier/Maximilia Münzenmaier, Opel Ascona A, Baujahr 1971, 2000 ccm, 110 PS


“Rallyprofessor” Rauno Aaltonen/Manfred Huber, MiniCooper S, Baujahr 1972, 1275 ccm, 75 PS


Michael Krammer, CEO von Orange, einem der Sponsoren der Veranstaltung/Claus Krammer

auf Porsche 911T, Baujahr 72, 2400 ccm, 190 PS


Rudi Rubinek/Günther Schrems auf Porsche 911 T, Baujahr 1972, 2400 ccm, 190 PS.

Da hat Kaiser Robert Heinrich I. seinem Obersthofmeister wohl dienstfrei gegeben?!


Klaus Pilz, Max Pilz auf einem Skoda R110, Baujahr 1972, 1100 ccm, 65 PS


Peter Unterweger/Kurt-Jochen Hausmann, Ford Escort RS 2000, Baujahr 1972, 1993 ccm, 130 PS


Volker Corsmann/Theresa Moser, dieses Mal auf VW Käfer 1302 S, Baujahr 1972, 1584 ccm, 50 PS


Eine glatte Null – das heißt, die Zeit des Qualifyings wurde beim Wertungslauf punktgenau erreicht – fuhren Ulrich Clauss/Timo Clauss im Volvo P544 aus dem Jahr 1961 ein. Auf den Plätzen folgten Pius Weckerle/Werner Gassner (Porsche 914/6, Bj. 1969) und Michael Münzenmaier/Maximilian Münzenmaier (Opel Rallye Ascona A, Bj. 1971)


Der Blick in Richtung Dachstein verheißt nichts Gutes!


Mittlerweile hat es auch in Gröbming zu schneien begonnen.


Am Nachmittag um 16 Uhr startete das Feld in Gröbming zum Prolog über den Dachstein nach Schladming und zurück nach Gröbming. Die Vorgabe dabei war ein Schnitt von 40 kmh.

Das Wetter zeigte sich speziell am Dachstein zutiefst winterlich. Ein Schneesturm, der so heftig war, dass sogar der Betrieb der  Dachsteinseilbahn eingestellt werden musste, verlangte den Teams alles ab.

Am Ende dieses Tages sah die Wertung folgendermaßen aus:

Michael und Maximilian Münzenmaier im Opel Rallye Ascona A fuhren mit einer Abweichung von 477 Hundertstelsekunden auf den ersten Platz, ganz knapp gefolgt von Karsten Wohlenberg und Mike Höll im Mercedes-Benz 230 SL, die 493 Strafpunkte einfuhren.

Den dritten Wertungsrang erreichten Wolfgang und Barbara Stegemann in einem Alfa Romeo Giulia Sprint mit 528 Hundertstelsekunden Abweichung.



Zweiter Tag

Die Planai-Bergprüfung wurde wieder in zwei Läufen gefahren. Wieder ging es darum, die Zeit des ersten Laufes möglichst genau im zweiten Lauf zu erreichen. Vor Beginn des ersten Laufs war das Wetter noch einigermaßen erträglich.

Mit der Fortdauer der Veranstaltung setzte Schneefall ein, der immer dichter wurde. Im zweiten Lauf war die Strecke dann auf Grund des Neuschneeeintrages deutlich langsamer. Trotzdem gelang dem deutsch-österreichischen Team Karsten Wohlenberg/Mike Höll eine Abweichung von Null.


Auf der Planai schneite es . . .


. . . überall rein.


Am Start zur Planai-Bergwertung


Wenn trotz Windschutz der Fahrtwind im Gesicht beißt . . .


. . . und die Kälte durch die Bekleidungsschichten in die Knochen kriecht . . .


. . . und man trotzdem weiterfährt, dann ist man ein echter Planai Classic-Fan!


VW 11 Käfer, BJ. 1957, der erste im Feld mit Dach und bescheidener Heizung


Thomas Matzelberger/Andreas Holzleitner auf MG A Coupe, Baujahr 1957, 1800 ccm, 90 PS


Robert Steininger/Brigitte Steininger mit dem ältesten Vertreter seiner Spezies.

Ein Porsche 356, Baujahr 1959, 1600 ccm, 75 PS


Ferdinand Flick/Georg Eck, MG A Coupe, Baujahr 1961, 1600 ccm, 90 PS


Gerd Komaromy/Gerd Letzbor, Porsche 356, Baujahr 1963, 1600 ccm, 95PS


Die in der Endwertung drittplatzierten Wolfgang Stegemann/Barbara Stegemann


Das Team Wohlenberg/Höll auf dem Weg zum Gesamtsieg


Der Altmeister Björn Waldegaard auf dem stärksten Wagen im Starterfeld.

Sein Porsche brachte ihn mit Startnummer 18 auf Grund eines Patzers

bei einer Lichtschranke am ersten Tag nur auf Gesamtplatz 18


Auch der Kameramann hatte es nicht leicht. Hier versucht er Manfred Grunert/Stefan Grundhoff

auf einem BMW 2002 ti, Baujahr 1969, 1999 ccm, 190 PS in die Seitenblicke zu bringen.


Erich Landerl/Gilbert Ragowsky wintertauglich auf Volvo 123 GT, Baujahr 1968, 1982 ccm, 135 PS


Zu schnell für diese Welt!

Der “Rallye-Graf” Ernst Harrach zeigte eindrucksvoll wie schon bei den Bewerben am Tag zuvor,

wo das Gaspedal liegt. Auf der tief winterlichen Planaistaße legte er mit 4:51:15 Minuten

die mit Abstand schnellste Zeit hin. Leider brachte ihm diese Eile auch die Disqualifikation ein.

Trotzdem sein Kommentar nach der Veranstaltung:”Es war herrlich!”


Auch Obersthofmeister Seyffenstein hatte mit den Bedingungen zu kämpfen.

In der Gesamtabrechnung reichte es aber noch für den 23. Platz.

Das war im Interview vor der Planai-Bergprüfung auch sein erklärtes Ziel. . .


Der früher als “Ostblock-Ferrari” belächelte Skoda R 110 belegte den 22. Rang


Es verirrten sich auch ein paar Zuschauer auf den höher gelegenen Teil der Strecke


Die Schlacht ist geschlagen! (Fast) alle Autos sind im Ziel auf der Bergstation.

Mittlerweile ist der Schnee dabei, die Autos zuzudecken.



Das Endergebnis der beiden Tage lautete also:

Karsten Wohlenberg und Mike Höll im Mercedes Benz 230 SL konnten mit einer Gesamtabweichung von 493 Hundertstelsekunden den Sieg bei der Planai-Classic 2012 erringen.

Michael Münzenmaier mit Sohn Maximilian als Navigator landete mit 525 Hundertstelsekunden Abweichung auf Platz zwei.

Wolfgang und Barbara Stegemann fuhren mit 535 Strafpunkten auf den dritten Gesamtrang.

Die Hoffnungen auf einen Sieg der letztendlich zweit- und drittplatzierten Teams wurde durch die von Wohlenberg/Höll herausgefahrene Null im letzten Bewerb zunichte gemacht.

Den Fahrerteams der Fahrzeuge der Epoche I, die natürlich offen unterwegs waren, ist hier der größte Respekt zu zollen. Sie waren während der gesamten Veranstaltung in ihren Boliden aus vergangenen Tagen trotz Mehrschichtbekleidung und Wärmegelpads, Heizkissen und winddichter Oberbekleidung der Witterung ausgesetzt.

Fazit: der einzige Mercedes im Feld war auch das Siegerauto!

Zumindest das entschädigt ein wenig . . .



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